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Website: Umfassendes Infomaterial für Download verfügbar

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Bribin: Erhöhung der Anlagensicherheit durch neuen Aufzug

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Besuch des Rektors der Sebelas Maret Universität (UNS), Indonesien

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Gunung Sewu

Der Westteil der Gunung Sewu wird durch ein japanisches Konsortium (JICA) mit Wasser versorgt; im vulkanischen Nordgebirge Gunung Baturagung herrscht aufgrund der vorhandenen Oberflächengewässer und natürlichen Speichermöglichkeiten kein gravierender Wassermangel. Der Fokus liegt deshalb auf dem östlichen Teil der Gunung Sewu mit rund 250.000 Einwohnern im ländlichen Bereich. Aufgrund des verkarsteten Untergrundes mit hohen Versickerungsraten und fehlenden Speichermöglichkeiten ist diese Region durch einen erheblich Trinkwassermangel insbesondere während der Trockenzeit und durch geringe landwirtschaftliche Erträge geprägt. Gleichzeitig sind große unterirdische Wasserressourcen vorhanden, die für eine Verbesserung der Wasserversorgung genutzt werden können. Ausgangspunkt hierfür ist dabei der Karstaquifer des Wonosari Plateaus (südlich der Wasserscheide zum Kali Oyo-Einzugsgebiet) und der Gunung Sewu, welcher über ein vernetztes Höhlensystem nach Süden in den Indischen Ozean entwässert. 

    

Im Verteilungsgebiet des 340 km langen Bribin-Leitungsnetzes leben ca. 80.000 Einwohner. Ihr Zugang zum Leitungswasser reicht von einer regelmäßigen Versorgung (mehrmals wöchentlich) bis zu gar keiner Versorgung. Hauptgrund für die regionalen Unterschiede ist die geringe Wassermenge, die von der störanfälligen, dieselgeneratorbetriebenen Pumpanlage aus der Bribin-Höhle ins Netz eingespeist wird. Durchschnittlich laufen die Pumpen technisch und finanziell bedingt nur zwischen sechs und zehn Stunden täglich bei einer Kapazität von 60 l/s. Verschärft wird die Situation noch durch Fehlkonstruktionen im Verteilungsnetz selbst. Die Menschen sind somit weiterhin in unterschiedlich hohem Maß auf die Versorgung aus Telagas (in Karstwannen gesammeltes Niederschlagswasser), Regenwasserspeichern und Tankwagen angewiesen.
 

Im ländlichen Gebiet der Gunung Sewu werden Toiletten genutzt, die Septic Tanks oder einfache Erdlöcher unter den Abtritten beinhalten. Die Septic Tanks werden nicht entleert, sondern nach Füllung sich selbst überlassen und eine alternative Toilette an anderem Ort errichtet. Weder diese Entsorgung noch der Gebrauch einfacher Erdlöcher sind in einem Karstgebiet hygienisch tragbar. Entsorgungsleitungen und Kläranlagen sind flächendeckend nicht vorhanden. Entsprechend schlecht ist die hygienische Qualität der Vorfluter bzw. der Oberflächen- abschwemmungen während der Regenzeit. Das Wasser enthält erkennbar Trübstoffe, deren Menge jedoch nicht aufgeklärt werden kann.